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Fahreignungsbegutachtung wegen Alkoholauffälligkeit

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Hinweise zu Maßnahmen und Belegen

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Alkoholabhängigkeit

In der Regel Entwöhnungsbehandlung. Mindestens einjährige Abstinenz (i. d. R. nach einer Entwöhnungsbehandlung), belegt für mindestens 12 Monate durch Laboruntersuchungen auf das Alkoholabbauprodukt EtG. Weitere Möglichkeiten (zeitlicher Zusammenhang Maßnahme/Abstinenzzeiträume) sind in der unten genannten Literaturquelle beschrieben.

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Kontrollierter Umgang mit Alkohol nicht dauerhaft möglich

In der Regel erfolgreiche therapeutische Maßnahme. Alkoholverzicht mindestens 6 Monate, abhängig von Vorgeschichte bis zu 12 Monaten, belegt durch Laboruntersuchungen auf EtG.

Dauer des Alkoholverzichts in der Regel mindestens 6 Monate nach Beendigung einer therapeutischen Maßnahme, wenn erst diese Maßnahme zum Alkoholverzicht motiviert hat. Weitere Möglichkeiten (zeitlicher Zusammenhang Maßnahme/Abstinenzzeiträume) sind in der unten genannten Literaturquelle beschrieben.

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Alkoholgefährdung

Stabil geändertes Trinkverhalten. Änderung über mehrere Monate, abhängig von Vorgeschichte bis zu 12 Monaten, ggf. gestützt durch wiederholte unauffällige Laboralkoholmarker (GGT, CDT)

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Abstinenzkontrollen im Urin - Untersuchung auf EtG:

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Beleg für 6 Monate:       4 Kontrollen

Beleg für 12 Monate:     6 Kontrollen

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Anforderungen: vertraglich vereinbartes Kontrollprogramm, tägliche Erreichbarkeit, kurzfristige und zeitlich nicht vorhersehbare Einbestellung, Urinabgabe unter Sichtkontrolle, Prüfung der Proben auf Verdünnung, nach DIN ISO EN 17025 für forensische Zwecke akkreditiertes Labor.

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Abstinenzkontrolle im Kopfhaar - Untersuchung auf EtG:

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Im Mittel entspricht ca. 1 cm Haar einem Zeitraum von einem Monat. Es können zum Abstinenzbeleg nur kopfnahe Haarabschnitte von einer Länge bis zu maximal 3 cm untersucht werden. Die Haarstruktur am Hinterkopf muss intakt sein. Das Haar darf nicht gebleicht und nicht coloriert sein. Das Konsumende soll mindestens 3 Monate, bei starkem Konsum 6 Monate in der Vergangenheit liegen.

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Anforderungen an den Untersuchenden:

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Gemäß Anlage 4a der Fahrerlaubnis-Verordnung (FeV) dürfen nur Abstinenzbelege folgender Stellen anerkannt werden:

 

Facharzt mit verkehrsmedizinischer Qualifikation (nicht der behandelnde Arzt), Arzt des Gesundheitsamtes oder der öffentlichen Verwaltung, Facharzt für Rechtsmedizin, Arzt der Arbeits- oder Betriebsmedizin, Arzt in einer Begutachtungsstelle für Fahreignung, Arzt/Toxikologen eines für forensisch- toxikologische Zwecke akkreditierten Labors.

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Quelle: Urteilsbildung in der Fahreignungsbegutachtung - Beurteilungskriterien, 3. Auflage 2013, Hrsg.: DGVP/DGVM, Schubert, W. Dittmann,

V. Brenner-Hartmann, J. Kirschbaum Verlag Bonn

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